09.03.06

 

Auserwählte, liebe Freunde, tut alles nach Meinem Willen, seid in den Schwierigkeiten nicht betrübt, denn Ich bin immer bei euch. Wenn ihr euch freut, bin Ich bei euch; wenn ihr seufzt, bin Ich bei euch und seufze mit euch. Immer lasse Ich euch Meine Lebendige Gegenwart spüren. Liebe Freunde, ertragt ein wenig mehr Opfer während dieser Zeit; Ich habe euch bereits erklärt, wie wichtig es ist, das Opfer mit Geduld und Liebe darzubringen, für euer Heil uns das der Seelen. Viele gehen jeden Tag verloren, weil niemand sich für sie aufopfern will. Wenn Ich bitte, sagen wenige: „Ja, Angebeteter Herr, ich tue mit Freude was Du wünschst, weil Du, Gott, Jener bist der darum bittet.“ Wenige antworten so, und die Schuld der verstockten Sünder verringert sich nicht und viele gehen erbärmlich verloren. Tut zumindest ihr, Freunde, was Ich verlange.

 

Geliebte Braut, das Opfer ist für jeden Tag, kein einziger ist davon befreit. Wehe dem, von dem Ich nichts erbitte: es bedeutet, daß sein Herz zu weit von Mir entfernt ist. Sage Mir, Meine süße Braut, würdest du jemals einen um einen Gefallen bitten, wenn du weißt, daß er dir die Tür vors  Gesicht zuschlagen wird? Sage Mir.

Du sagst Mir: "Nein, gewiß nicht; es wäre verlorene Zeit. Ich bitte den, der mir geben kann und geben will. Ich bitte den Freund, weil er mir bestimmt das Gewünschte gibt.“

Du hast richtig gesagt, liebe Braut, begreife, daß Ich, Ich Gott, Mich so verhalte: Ich wende Mich an einen lieben Freund, wenn Ich für das Heil einer Seele etwas brauche. Ich sage zu ihm: willst du dich ein wenig für Mich aufopfern? Ich kenne bereits im voraus seine Antwort: „Hier bin ich, Herr, Dein Diener ist bereit.“ Das ist die Antwort der Freunde, sehr verschieden ist hingegen jene der anderen. Als Ich andere müßige Diener gefragt habe, lautete die Antwort: „Herr, in diesem Augenblick kann ich wirklich nichts tun: ich habe zu viele Verpflichtungen, zu viele Dinge zu erledigen. Entschuldige mich, komme an einem anderen Tag wieder.“ Diese die Antwort. Ein anderer sagt Mir: „Ich fühle mich wirklich nicht in der Lage mitzuwirken, denn die Gesundheit erlaubt es mir nicht und die Verpflichtungen sind zu zahlreich.“ Geliebte Braut, gerade wegen dieser Antworten, gehen viele Seelen erbärmlich verloren. Denke an einen Mann der eine Blutung hat, er bedarf sofortiger Hilfe, jetzt und nicht nachher, wehe dem, der zögert ihm zu Hilfe zu eilen, wehe wenn dies geschieht, der Armselige kann sich freilich nicht retten. Geliebte Braut, denke nun an den großen Sünder, dessen einmaliger Tag bevorstehend ist, er weiß es nicht, weil Meine Barmherzigkeit es verborgen hält, aber Ich weiß es. Bevor er anbricht, bitte Ich andere großzügige Seelen, für das Heil dieser Seele mitzuwirken: jeder muß etwas geben, ein Opfer bringen, ein inständiges Gebet darbringen, Buße tun. Siehe, die großzügige Seele stimmt Mir sofort zu, aber um eine große Schuld zu tilgen, genügt nicht eine einzige großzügige Seele, es braucht eine große Anzahl von diesen, die breit sind sich aufzuopfern. Nur wenn Ich viele davon finde, wird die Schuld verringert und der Schuldner kann das Wenige begleichen, das übrigbleibt. Wenn wenige mitwirken wollen, bleibt die Schuld riesig groß und der Elende läßt sich an seinem Tag unvorbereitet vorfinden und geht verloren.

Du sagst Mir: "Wie wichtig ist es, Unendliche Liebe, stets Deinen Willen zu erfüllen, ohne Ausreden und Vorwände. Du, Süßester Jesus, weißt stets was die Seelen bedürfen, aber wir ignorieren es. Wenn es darum geht, eine Freude anzunehmen, sind alle sofort dazu bereit, aber wenn der Schmerz kommt, fliehen manche nach rechts und andere nach links. Verzeihe unserer kargen Großzügigkeit, unsere Bereitschaft ist stets mangelhaft. Verlange ruhig was Du willst, verlange, und Du wirst immer unsere Zustimmung haben. Ich denke an eine gefährdete Seele: welches wird ihr Los ein, wenn wenige ihr helfen wollen? Ich denke sodann an den Ort des Feuers und der Verzweiflung; wie möchte ich, daß niemand dorthin fiele; wie möchte ich, Süße Liebe, daß niemand in der Hölle wäre, aber so ist es nicht. Als Du, Liebster, sie mir für einige Sekunden gezeigt hast, habe ich Schreckliches gesehen, ich habe gesehen, daß sie bewohnt ist, bevölkert ist und habe Entsetzen empfunden, wie jener der ein Gewirr von Schlangen sieht, die sich im Feuer winden und verknoten, aber stets dort bleiben müssen, in der größten Verzweiflung. Angebeteter Herr, wir wollen mit Dir mitwirken für das Heil der Seelen, keine bleibe allein mit ihrer großen Schuld Dir gegenüber, sondern finde, wer für sie etwas bezahlt und ihre Schuld erleichtert.“

Geliebte Braut, lege dein Haupt auf Mein Herz, höre getrost Meine Worte: wenn eine Seele viel Schuld auf sich geladen hat, suche Ich jemanden, der einen Teil ihrer Schuld für sie bezahlt. Wenn Ich viele finde, wird sie erleichtert und kann sich mit den Opfern des letzten Augenblicks retten; wenn Ich nicht Seelen finde die bereit sind mitzuwirken, kommt die Seele mit einer großen Schuld zu Mir, die sie nicht einmal im Fegefeuer begleichen kann, so gewaltig ist sie. Für diese Seele gibt es dann keine Möglichkeit sich zu retten. Denke an die Worte die Meine Heiligste Mutter gesprochen hat, die den drei Kleinen erschienen ist: „Viele Seelen gehen verloren, weil niemand sich für sie aufopfert, inständig für ihr Heil betet.“ Wenn Ich also um ein Opfer bitte, wenn Ich ein physisches oder seelisches Leid anbiete, seid stets bereit es darzubieten, auf diese Weise rettet man die Seelen. Du sagst Mir: "Angebeteter Herr, ich zittere, wenn ich sehe, wie viele schreckliche Sünden jeden Tag in der Welt begangen werden, wie viele Seelen eine riesige Schuld Dir, Gott, gegenüber haben; wie werden sie diese tilgen können, bevor ihr Tag anbricht?

Geliebte Braut, Ich werde Meine ehrlichen Freunde stets um etwas mehr bitten; wenn die Sünde groß ist, muß viel aufgeopfert werden, Ich sage dir aber; fürchte nicht, zittere nicht, Ich werde von niemandem mehr verlangen als er geben kann. Ich werde keinem Freund ein unerträgliches Opfer  aufbürden, Ich bitte um Mitarbeit, Ja, aber nicht über die Kräfte hinaus. Siehe was Ich dir sage, geliebte Braut: bringe stets dar, was Ich verlange. Wenn ein Opfer lange andauert, dann sei weder betrübt noch verwirrt, es bedeutet, daß es Mir so notwendig ist. Betrachtet in dieser Zeit die großen Nöten, die großen Bedürfnisse; Ich werde den um viel bitten, der Mein ist und Mir das Herz, den Verstand, jede Sehnsucht der Seele geschenkt hat. Verlange nie eine Erklärung, wirke gerne nach Meinem Willen, im Bewußtsein, wie nutzbringend das Opfer der schönen, ganz Mir zugehörigen Seelen ist.

Du sagst Mir: "Angebeteter Herr, ich werde niemals um eine Erklärung bitten, ich werde alles aus Deinen Heiligsten Händen nehmen. Ich bitte Dich jedoch inständig, mir stets nahe zu bleiben; was könnte ich in meiner Schwachheit tun, wenn Du nicht bei mir wärst?“

Ich habe es dir bereits gesagt: in der Freude werde Ich stets bei dir sein, damit sie dich nicht hochmütig werden lasse; im Schmerz wirst du Mich bei dir finden. Fürchte nicht, geliebte Braut, Ich werde dich jeden Augenblick an Mein Herz gedrückt halten, weil das dein Wunsch ist.

Genieße auch an diesem Tag die Köstlichkeiten Meiner Liebe. Ich liebe dich.

Ich liebe euch.

 

Jesus

 

 

Die Mutter spricht zu den Auserwählten

 

Vielgeliebte Kinder, auch an diesem Tag bin Ich bei euch, Gott erlaubt es, seid nicht betrübt, auch wenn ihr für einige Zeit manches Opfer mehr erleiden müßt. Eines Tages werdet ihr glücklich sein, daß ihr gelitten habt, um die hilfsbedürftigen Seelen zu erfreuen. Ich stütze euch, Kinder, in euren Leiden und segne euch in besonderer Weise, weil ihr den Willen Gottes mit Geduld und Liebe erfüllt. Wenn Gott will, daß ihr Ihm zuliebe manches Leid auf euch nehmt, dann tut es heiter, in der Gewißheit, daß es eine Zeit zum leiden gibt, aber auch eine um sich dann zu freuen. Ihr seht, wie die Welt sich nur zu freuen wünscht und das Opfer nicht annimmt, auch nicht das kleinste: das ist schlecht, denn, wenn Gott verlangt, muß man sich Seinem Willen fügen, weil das Opfer nötig ist, andernfalls würde Er nicht darum bitten. Geliebte Kinder, Ich ersuche euch sehr großzügig zu sein in der Hingabe an Gott, auch wenn ihr das Leben für Ihn hingeben würdet, hättet ihr stets wenig getan zu dem, was Er verdient.

Meine Kleine sagt Mir: „Heiligste Mutter, überbringe Jesus unser bedingungsloses Ja, was Er wünscht, wird Er erhalten; füge hinzu, daß wir uns freuen für Ihn zu wirken und für die armen Seelen der Sünder, die so sehr der Hilfe und der Stütze bedürfen. Dies wollen wir tun, aber auch wenn die Absichten gut sind, schwindet nie unsere große Schwäche, die Schwachheit unserer Natur: wir klagen, jammern, warten ungeduldig darauf, daß der Augenblick vorübergehe und bald die Freude fließe. Ich denke immer an die große Klage Hjobs die niemand verstand, er pries Gott immer aus der Tiefe des Herzens, indem er sagte: „Wenn wir von Ihm das Gute und die Freude nehmen, müssen wir auch den Schmerz und die Pein nehmen.“ Dies sagte er und fuhr jedoch fort sich zu beklagen, er verfluchte sogar den Tag seiner Geburt. Heiligste Mutter, vor dem Geheimnis des Schmerzes ist der Mensch bestürzt und verwirrt, auch wenn er ihn mit Liebe und Geduld Gott aufopfert, bleibt er innerlich sehr verbittert und erschüttert. Bringe Jesus unsere Bitte um Vergebung, Er litt unendlich für uns, wir sind nicht im geringsten imstande zu erwidern, wegen jedem kleinen Schmerz sind wir niedergeschlagen und überaus traurig.“

Geliebte Kinder, sorgt euch nicht wegen der Traurigkeit die dem Schmerz folgt. Niemand, auch nicht der größte Heilige, hat freudig gelitten; der Schmerz ist ein Opfer, das man ertragen muß, niemand wird je von euch verlangen, es singend zu tun, Gott genügt es, wenn ihr euer Leid geduldig und mit Liebe darbietet und Ihn stets um Seine Hilfe bittet. Was Mich betrifft, bin Ich stets dem nahe, der leidet und klagt, Ich bin die Mutter, die Ihr Kleines ans Herz drückt und es mit Liebkosungen überhäuft. Gewiß fragt ihr euch innerlich: „Warum, warum den Schmerz? Könnte man ohne ihn dieselben Verdienste erlangen?“ Geliebte, Gott hat es so bestimmt, jeder Mensch leidet Zeit seines Lebens, manchmal mehr, manchmal weniger, aber das Leid begleitet ihn ständig. Wenn er dann alles mit Liebe Gott aufopfert, siehe, dann wird seine Mühe verdienstvoll und der Schmerz erlangt die größten und erhabensten Gaben. Wißt, daß auch wenn Gott etwas verlangt, so deshalb, um dann viel mehr zu geben. Geliebte Kinder, seid fügsam, fügt euch dem Göttlichen Willen, seid alle, gerade wenn ihr leidet, Sein im Verstand und im Herzen, um größere Verdienste zu erlangen. Kinder, es ist nicht schwer, ganz Jesus zu gehören wenn es euch gut geht und Er die süßesten Gaben spendet, aber es ist schwierig, wenn Er euch einen Becher bitteren Tranks überreicht, den ihr Tropfen für Tropfen trinken müßt.

Meine Kleine sagt Mir: „Heiligste Mutter, gerade in jenem Augenblick braucht es Deine Hilfe, Süße Himmelsmutter, Deinen Halt, denn nach dem ersten Tropfen möchte niemand fortfahren zu trinken, er möchte hingegen aufhören und sagen: „Jesus, genug so“ , wie ein trotziges Kind das nicht die bittere Medizin will und weint und widerspenstig mit den Füßen stampft. Wir weihen unser Leben Jesus und Dir, Süßeste, wir wollen jeden Augenblick den Göttlichen Willen erfüllen, Ihn mit Dir loben, Ihm danken und stets anbeten, indem wir eng an Dich gedrückt bleiben.“

Geliebte Kinder, richtet euer Leben darauf aus und Gott wird euch die Wunder Seiner Herrlichen Liebe betrachten lassen.

Vereinen wir die Herzen im Dank und in der Anbetung. Ich liebe euch.

Ich liebe dich, Mein Engel.

 

Die Hl. Jungfrau Maria