22.03.08
Auserwählte,
liebe Freunde, bleibt Mir treu, entfernt euch nicht von Mir, bleibt Mir nahe in
dieser Meiner Passion, Ich wünsche euch bei Mir zu sehen im Leid dieser Tage.
Freunde, verlasst Mich nicht.
Geliebte Braut, Ich wünsche, dass du bei Mir bleibst, Ich will das
Pochen deines kleinen Herzens bei Meinem vernehmen und das der Seelen die noch
auf Erden leben und ganz Mir gehören. Bleibt, ihr schönen Seelen alle, um Meine
Heiligste Mutter geschart. Geliebte Braut, wer mit Mir die Passion erleidet und
mit Mir stirbt, wird mit Mir auferstehen und glücklich wird sein Tag sein,
zuerst auf Erden und dann im Himmel.
Du sagst Mir: „Liebster, bei Deiner Ersten Passion flüchteten die
Jünger alle aus Furcht: sie ließen Dich allein und dies bereitete Dir großen
Schmerz. Wie traurig ist der Verrat eines lieben Freundes!“
Geliebte Braut, es ist etwas sehr bitteres, sehr trauriges. Im
Augenblick Meiner bitteren Passion gab es aber für Mich einen süßen Trost,
außer dem der Anwesenheit der Mutter und des Johannes: es verlief vor Meinen
Augen die Menschheit aller Zeiten. Ich sah die Seelen die Mich glühenden
Herzens geliebt hätten, jene die aus ihrem Leben eine Zeit der fortwährenden
Anbetung gemacht hätten; Ich hörte sie bereits mit Liebe Meinen Heiligsten
Namen aussprechen, Ich hörte die Worte der Liebe, Ich hatte die kleinen
pochenden und treuen Herzen vor Mir; siehe, dies half Mir in Meiner bitteren
Passion.
Du sagst Mir: „Angebeteter Jesus, Du, Großer, Gütiger, Wunderbarer,
hast Deinen Jüngern vergeben die Dich allein ließen, Du hast auch dem lieben
Bruder Petrus verziehen, der Dich drei Mal verleugnete, Du hast ihm nicht den
Ehrenplatz genommen. Angebeteter Jesus, der Mensch verliert in der Angst den
Kopf: er zittert, klagt, begreift nichts mehr. Angebeteter Jesus, verzeihe uns
im Augenblick der Angst, wo der Verstand umnebelt ist und das Herz zittert. Ich
denke an die Ereignisse die noch geschehen müssen: wenn diese eintreten, werden
viele, sehr viele große Furcht haben, sie werden gar nicht die Kraft haben zu
sagen: „Jesus, Jesus, verzeihe!“ Ich bitte Dich die Herzen gut auf diese
starken Ereignisse vorzubereiten, damit niemand stumm bleibe vor Angst, sondern
Dich anflehe, ihm seine Schuld zu vergeben. Ich denke, dass nicht nur Deine
Feinde sich fürchten werden, sondern auch Deine lieben Freunde werden bei den
starken Ereignissen wie Küken piepsen.“
Geliebte Braut, mache dir über diese Ereignisse die geschehen müssen
keinerlei Gedanken. Ich führe dich in Gedanken zur Zeit der Sintflut: wurde der
gerechte Noach sich selbst, der Furcht überlassen?
Sage Mir.
Du sagst Mir: „Nein, nein, Liebster, er hatte auf Dein Befehl die Arche
bereits fertig gebaut, er trat mit seiner ganzen Familie ein und entkam der
Sintflut.“
Ich führe deinen Gedanken nun zu Sodom: kam der gerechte Lot vielleicht
im Regen von Feuer und Schwefel um, wie alle anderen, Große und Kleine? Sage
Mir.
Du sagst Mir: „Nein, nein, Du sandtest Deine Boten um ihn zu warnen,
sie sagten ihm was er zu tun hatte und er entkam mit seiner Familie.“
Geliebte Braut, begreifst du, wie Ich, Ich Gott, alles sehe und für
alles sorge? Der Gerechte ist nicht wie der Törichte geendet, bereits auf Erden
hat es den Unterschied gegeben; bereits auf Erden wird sich in der Gegenwart
der Gerechte, der treue Freund, der fleißige Diener, die anbetende Seele vom
Verräter, vom müßigen Diener, von den Trägen unterscheiden: es wird nicht für
alle dasselbe sein, sondern der Unterschied wird groß sein. Ich sende Meine
treuen Engel aus, sie haben bestimmte Anweisungen und werden alles gewissenhaft
durchführen.
Du sagst Mir: „Unendliche Liebe, Deine erhabenen Worte bereiten immer
Freude, das Herz wird in jenen starken Augenblicken nicht beben, weil viele
Engel da sein werden um zu trösten, zu führen, den Verstand zu erleuchten.“
Geliebte Braut, es soll nicht zittern, wer Meine Gesetze befolgt, wer
sich bemüht sie zu befolgen, sie befolgen zu machen; es sollen nicht zittern
Meine lieben Freunde die Meine Gesetze lieben, denn sie werden die Behandlung
erfahren, die für die lieben Freunde Meines Herzens vorgesehen ist; während
Meine Vollkommene Gerechtigkeit wirken wird, werden sie in Meiner Unendlichen
Barmherzigkeit eingehüllt bleiben wie in einem schützenden Mantel.
Du sagst Mir: „Heiligste Liebe, während die einschneidenden Dinge sich
ereignen, lasse uns weder sehen, noch hören; die Betrübnis wäre zu stark, wenn
wir das große Leid mit ansehen und die Schreie der Angst und Verzweiflung hören
müssten.“
Geliebte Braut, Ich werde über die schönen Seelen eine sanfte Dumpfheit
herabfallen lassen, sie werden nicht sehen, sie werden nicht hören, während
Meine Engel, die treuen Diener, Meine Befehle ausführen werden. Geliebte Braut,
dein Herz bleibe heiter und in der Freude, auch das aller treuen Freunde, für
sie ist ein einmaliger Lohn vorbereitet, wie es seit Anbeginn der Schöpfung
keinen solchen gegeben hat: einen einmaligen, geliebte Braut, wirklich einmaligen.
Mein Plan wird sich verwirklichen für all jene die Meine treuen Mitarbeiter
gewesen sind, das Fest wird groß sein, schön, wie es nie ein solches gegeben
hat und nie mehr geben wird. Selig, wer seinen Glauben an Mich unversehrt
bewahrt und ihn sich nicht entreißen lässt von den starken und stürmischen
Winden, sein Glaube wird seine wunderbare Erbschaft sein für immer. Geliebte
Braut, vertraue auf Mich, hoffe und freue dich, genieße die Köstlichkeiten
Meiner Liebe. Ich liebe dich.
Ich liebe euch
Jesus















Auserwählte, geliebte Kinder Meines Herzens, lebt mit Freude diese
schwierigen Zeiten, die Qualen des Augenblicks sind nicht vergleichbar mit den
Freuden der Zukunft, Gott will euch alle aktiv und arbeitsam, damit Er Seinen
Plan des Universellen Heils verwirklichen kann. Liebe Kleine, heute seufzt ihr
wegen der Opfer, der Qualen, der Mühen, aber Jesus will alles in große Freude
verwandeln. In der Qual und im Schmerz bedenkt, welche Freude Jesus in Seinem
Herzen verspürt, da Er euch aktiv und arbeitsam, fügsam und folgsam, ganz Sein,
sieht. Ihr lieben Kleinen, heute ist der Tag der Stille, vereinen wir uns in
der Anbetung.
Meine kleine Tochter sagt Mir: „Geliebte Mutter, meine Augen betrachten
den toten Jesus, dies ist meine Vision: Er wurde vom Kreuz heruntergenommen und
Du, Schmerzensmutter, legst Ihn auf Deinen Schoß, Deine Hände streicheln Ihm
sanft das Gesicht. Welchen Schmerz haben die Menschen Ihm zugefügt! Du berührst
Ihn mit den Fingerspitzen, Sein Leib ist in der Todesstarre, die Augen halb
geschlossen und leblos, das Haupt trägt noch die Zeichen der Dornenkrone, wie
viele Wunden! Er, der Unschuldige, hat die Sünden der Welt abgebüßt. Wie viele
sündige Gedanken hegen die Menschen, Jesus hat diese schrecklichen Sünden teuer
bezahlt. Du, Heiligste Mutter, Schmerzensmutter, betrachtest Ihn mit Deinem
Blick und betest Ihn still an, keine Klage, kein Wort kommt aus Deinem Mund.
Meine Seele ist Deiner Heiligsten nahe, Du stöhnst still in Deinem Unendlichen
Schmerz, Du beugst Dich zu Ihm herab, mit einem Kuss auf Sein
Haupt möchtest Du Ihm das Leben wiedergeben. Der ganze Heilige Leib ist voller
Wunden, gepeinigt wegen unserer Sünden, Dein Herz ist durchbohrt, als hätten
tausend Schwerter Es durchstochen. Süße Mutter, was haben sie Deinem geliebten
Sohn angetan! Er, die Liebe, wurde vom Hass der Menschen gepeinigt, ja, Er hat
für alle bezahlt, für die Menschheit aller Zeiten; mit Seinen Wunden hat Er uns
geheilt, wie haben die Vergebung unserer Sünden, weil Er deren Preis bezahlt
hat. Wenn alle diese Szene sehen könnten, wenn alle begreifen könnten, was das
Heil der Seelen gekostet hat! Geliebte Mutter, Vollkommene Lilie, welchen
Schmerz hat Jesus erlitten und wie sehr hast Du mit Ihm gelitten! Wenn die
Menschen begreifen, sehen, überlegen würden, würde
niemand mehr sündigen, niemand mehr die kleinste Sünde begehen, jedes Herz
würde nur jeden Augenblick des Lebens in Anbetung verweilen. Heiligste Mutter,
warum fährt die Welt zu sündigen fort? Warum hört sie nicht damit auf? Welch
teuren Preis hat Jesus bezahlt! Ich schaue Seine Wunden an, sie sind so
zahlreich, dass man sie nicht zählen kann. Süße Mutter, Du hättest bei diesem
Anblick nicht überlebt, denn zu tief war der Schmerz, wenn Du Dich nicht Seiner
Worte erinnert hättest: „Nach drei Tagen werde Ich auferstehen! Nach drei Tagen
werde Ich auferstehen!“ Ich sehe wie Deine Augen sich öffnen, Du seufzt tief,
Deine blassen Wangen, Mutter, nehmen ein wenig Farbe an, ich bin sicher, dass
der vorherrschende Gedanke dieser ist: „Er hat versprochen, dass Er auferstehen
wird, Er wird sicher auferstehen!“ Dieser Gedanke hält Dich am Leben. Sie
kommen um Jesus zu holen und in das neue Grab zu legen, Du, Süßeste, möchtest
Ihn immer auf Deinem Schoß halten, aber Du leistest nicht Widerstand, Du
verfolgst jede Bewegung der Männer die Jesus in das Grab legen. Du möchtest
sicher sagen: „Tut es mit großem Zartgefühl!“ wie die Mutter Zäzilias sagte (Manzoni,
I Promessi Sposi – die
Brautleute). Dies möchtest Du sagen, aber Du brauchst es nicht: die Männer
handeln bereits mit viel Liebe und Feingefühl. Siehe, nun deckt ein großer
Stein das Grab zu, Du blickst starr auf den Stein. Nun ist Dein Herz von Seiner
erhabenen Verheißung getragen: „Ich werde auferstehen! Ja, nach drei Tagen
werde Ich auferstehen!“ Süßeste Mutter, geliebte Miterlöserin,
ich will bei Dir bleiben; Du bist nicht allein, wir all, anbetende Seelen, sind
bei Dir, auch in uns ist die große Gewissheit: Jesus wird auferstehen! Er wird
sicher auferstehen und wir mit Ihm!“
Liebe Kinder, Ich bin nicht allein, Ich sehe, dass ihr alle um Mich
geschart seid, ihr, die ihr Jesus liebt, ihr, die ihr an Ihn glaubt, ihr, die
ihr auf Ihn hofft. Gewiss, Er wird auferstehen und ihr werdet die Wunder Seiner
Wunderbaren Liebe schauen. Gemeinsam beten wir an, beten wir an, beten wir an.
Ich liebe euch alle.
Ich liebe dich, Mein Engel.
Hl. Jungfrau Maria