31.03.10
Auserwählte,
liebe Freunde, dies ist die Zeit der Mühsal: seid breit sie aus Liebe zu Mir zu
ertragen; sie wird eure Kräfte nie übersteigen, sondern stets angemessen sein.
Die Qualen der Ungerechten sind für ihre Läuterung, jene der Gerechten für das
Heil der Seelen.
Geliebte
Braut, du sagst Mir: „Angebeteter Jesus, von der Erde erhebt sich ein
Schmerzensschrei der nie aufhört; es ist eine fortwährende Klage. Mir scheint
in der Realität des Fegefeuers zu sein. Dort hört man ein fortwährendes Stöhnen
klagender Seelen: einige, der Hölle nahe, erleiden große Qualen und stöhnen
mehr, andere, bereits dem Paradiese nahe, stöhnen weniger, aber sie stöhnen.
Die Erde ist ein Ort der Reinigung geworden, wo die Klage nicht aufhört.“
Dies
sagst du Mir, Meine kleine Braut, und so ist es. Denkst du, dass die Klage bald
aufhöre? Nein, sage Ich dir: wenn die Sünde wächst, wächst auch das Jammern;
wenn die Sünde geringer wird, wird auch die Klage weniger stark sein. Geliebte
Braut, es ergreife dich nicht Traurigkeit wegen dem was auf Erden geschieht,
denn du weißt vieles was Ich dir erklärt habe in den vertrauten Gesprächen.
Du
sagst Mir: „Süße Liebe, wenn die Menschen es vermeiden würden Dich zu
beleidigen und Dich hingegen Tag und Nacht anbeten würden, wie Du angebetet zu
werden verdienst, würde sich alles sofort ändern. Du hast es gesagt und
wiederholt, Heiligster Jesus, aber der gegenwärtige Mensch ist wirklich
starrsinnig, mehr noch als jener der Vergangenheit. Süßer Jesus, ich begreife,
dass niemand den Schmerz, niemand das spontane Opfer will. Du musst deshalb
harte oder leichte Prüfungen geben, je nach Bedarf. Ich sage „musst“ weil Dein
Süßes Herz nicht den Schmerz will, sondern immer die Freude. Die Prüfung ist
eine Gabe Deiner Liebe: Du gewährst sie für das Heil der Seelen. Dein Wille ist
Vollkommen: alles was Du vollbringst ist einzig und nur aus Liebe. Du sagst
mir, geliebter Jesus, nicht traurig zu werden wegen der harten Prüfungen die
aus der Erde ein Ort der fortwährenden Klage machen, aber meine Seele ist
traurig wenn sie so viel zunehmendes Leid sieht; es fehlt nie die Bitte um
Deine Barmherzigkeit und um die Linderung der Härte der Prüfungen. Ich sehe
verstockte Sünder die in der Prüfung Dir immer noch nicht den flehentlichen
Blick zuwenden, sondern sich von Trostlosigkeit, von Verwirrung bis hin zur
Verzweiflung, ergreifen lassen. Die Himmelsmutter fleht zu Dir für jeden
Sünder, auf dass Du ihn mit Deiner Barmherzigkeit umhüllst und die Qualen
linderst. Ihrem inständigen Flehen vereint sich jenes der Kleinsten der Kleinen,
die ganz Dein sind im Herzen und im Verstand. Süßer Jesus, lasse die Prüfungen
der Läuterung leichter und annehmbarer sein, damit der Sünder sich nicht von
der Verzweiflung erfassen lasse und die erhabene Gabe des Lebens zu hassen
gelange.“
Meine
kleine Braut, eng an Mein Herz gedrückt, höre Meine Worte und übermittle sie
der Welt die nicht begreifen will: die Prüfungen sind immer den Kräften
angemessen und übersteigen sie nie. Wenn einer sie für stärker als seine Kräfte
hält, ist es, weil er seinen Blick nie auf Mich richtet; in der Weise lässt er
dem Betrüger und seiner Verführung freie Bahn. Bist du überzeugt, dass Ich, Ich
Gott, niemals Prüfungen gebe, die die eigenen Kräfte übersteigen?
Du
sagst Mir: „Ich bin sicher, dass Du, Jesus, eine Süßeste Mutter, ein
Wunderbarer Vater bist, Der nie den liebevollen Blick von Seinen Geschöpfen
abwendet. Ich begreife, dass der Sünder die Prüfung annehmen und Dich preisen
muss, denn sie, auch wenn sie hart ist, ist eine Gabe Deiner Liebe. Manchmal
leidet und stöhnt der Körper, jammert und weint der Sünder, aber denkt meist
nicht an das was er getan hat; wenn er an den Ernst seines Fehler dächte,
müsste er sagen: „Gott der Liebe, Gott der Barmherzigkeit, Gott der
Vollkommenen Gerechtigkeit, leicht ist noch die Prüfung für meine Läuterung!
Großzügig ist Dein Herz: ich würde eine viel härtere und schwerere Prüfung
verdienen. Sei gepriesen, denn leicht ist noch Deine Hand für mein Vergehen!“
Dies müsste er sagen.“
Liebe
Braut, wenn jeder Sünder mit dem Herzen dies sagen würde, gäbe Mein Herz ihm
sofort Erleichterung und Frieden und jede Qual würde zur Freude werden. So
geschieht es aber nicht. Wenn der Sünder unbußfertig ist und nicht Meine
Vergebung erfleht, sondern hochmütig das Haupt zum Himmel hebt, greift sofort Mein
feind ein, der immer auf der Lauer ist, um die Schwäche des Menschen
aufzugreifen: er greift ihn an und spricht gegen Mich. Die Qual wird deshalb
immer härter, unerträglicher; aber sage Mir, Meine kleine Braut, ist es Meine
Schuld oder die seine?
Du
antwortest Mir: „Süße Liebe, die Schuld der Übel die den Menschen heimsuchen
ist immer seine eigene, sein ist das Vergehen. Du willst den Schmerz nicht und
leidest mit dem Leidenden, aber Du weißt, dass das Leid, wenn angenommen, die
Seele reinigt und sie rettet, deshalb gewährst Du es als Gabe Deiner Liebe.
Süßer Jesus, Du allein kannst den Menschen diese Wahrheit begreifen lassen:
wirke in den Herzen mit Deiner Unendlichen Weisheit und lasse nicht zu, Süße
Liebe, dass sie in Verwirrung und Verzweiflung stürzen.“
Geliebte
Braut, vergiss nicht, dass der Mensch auf Erden seine Freiheit anwendet: er
kann Meine Worte annehmen und sie leben, er kann sie auch ablehnen. Das große
Leid der Welt ist vorhanden, weil sie taub bleibt gegenüber Meinen Worten und
blind für Meine deutlichen Zeichen. Jeder begreife und ändere sich rasch, bevor
der Sturm ein Orkan wird.
Du
sagst Mir: „Angebeteter! Angebeteter! Angebeteter, ich will eng an Dein Herz
gedrückt bleiben, in ständiger Anbetung. Ich will Dich trösten für die Torheit
vieler die Dich noch nicht loben, Dir nicht danken, Dich beleidigen und es
wagen zu leben, als wärest Du nicht ihr Schöpfer, ihr Heiland, der Geist der
Liebe.“
Bleibe
in Mir. Dies ist der Platz der sich der treuen Braut geziemt. Genieße die
Köstlichkeiten Meiner Liebe. Ich liebe dich.
Ich
liebe euch.
Jesus















Die
Mutter spricht zu den Auserwählten
Vielgeliebte
Kinder, dies ist eine besondere Woche. Sie sei für die Anbetung des Kreuzes,
von Dem das Heil kommt. Jesus hat euch gerettet mit Seinem Kreuz und ihr,
geliebte Kinder, habt neues Leben von Ihm erhalten. Geliebte Kinder, bedenkt
ihr dies?
Meine
Kleine sagt Mir: „Liebe Mutter, wie kann man nicht an das Kreuz denken? In
jedem Zimmer ist eines, es ist immer vor unseren Augen, aber vor allem im
Herzen. Die Passion Jesu, Deines Sohnes, erfüllt mich mit Ergriffenheit. Ich
betrachte mit dem inneren Auge die verschiedenen Stationen des Kreuzweges und
die entstehenden Gedanken schmerzen mich sehr. Ich denke, dass der Allerhöchste
Gott Sich in die Hände der Geschöpfe gegeben hat, die Er Selber erschaffen hat.
Wer Jesus sieht, sieht fürwahr den Vater, den Sohn, den Heiligen Geist. Jener
Der den Himmel, die Erde, das Meer und alle Dinge erschaffen hat, hat eine
Unendliche Macht, eine Wunderbare unerreichbare Weisheit. Wie hat Er, so Groß, Sich in die Hände der Menschen geben können,
Geschöpfe die zwar nach Seinem Ebenbild erschaffen worden sind, aber durch die
Sünde so tief gesunken sind, dass es Sein bitteres und Hocherhabenes Opfer
brauchte um sie wieder aus ihrem Elend zu ziehen? Welch große Liebe hat den
Allerhöchsten Gott dazu veranlasst, die menschliche Natur anzunehmen! Welch
große Erniedrigung hat Er, Gott, für Sich gewollt! Liebe Mutter, wenn ich in
meinem Herzen das Kreuz anbete, höre ich nie auf zu denken und überlegen. Ich
sehe, in meiner Erfahrung, wie wenig Liebe die Menschen zueinander haben; das
einzige Gefühl das sich jenem Gottes am meisten nähert ist das der Mutter.
Welch wunderbare Figur ist die Mutter! Ich denke an die irdische Mutter, die
dem Kleinen so viel Liebe entgegenbringt und oft auch bereit ist, ihr Leben für
es hinzugeben. Die Mutterliebe gleicht ein wenig Jener Gottes. Jesus hat Sich
nicht nur so weit erniedrigt, die menschliche Natur anzunehmen, sondern Er hat
auch Seine Hocherhabene Person den Boshaften ausgeliefert. Er, der Vollkommene
Richter, Der am Ende jeden Menschen richten wird, hat Sich von Menschen richten
lassen, die von Ihm nichts verstanden haben und Ihn an ein Kreuz genagelt
haben! Liebe Mutter, Du wiederholst uns, in diesen Tagen und dann immer an das
Kreuz zu denken. Dies tun wir, Süße Lilie, dies werden wir tun bis zum letzten
Tag des Lebens. Das Kreuz ist nicht nur in unseren Häusern, in den Kirchen, es
ist im Herzen, es ist ein Zeichen mit glühendem Feuer in unserem Herzen
eingeprägt. Wir wollen uns mir Dir vereinen, liebe Mutter, um das Kreuz
anzubeten, um über das erhabene Opfer Jesu nachzudenken. Ich empfinde dabei
zwei verschiedene Gefühle: eine große Traurigkeit wegen dem was die Menschen
gewagt haben ihrem Wunderbaren Herrn anzutun; eine große Freude bei dem
Gedanken, dass Sein Kreuz unser Heil ist. Wir sind
gerettet und erlöst, weil der König der Könige sich an ein Kreuz hat hängen
lassen! Mutter, lehre uns Jesus Dank zu sagen. Welche passenden Worte können
wir Ihm sagen? Wenn wir jeden Augenblick des Lebens anbeten, haben wir immer
wenig getan! Wir wollen uns deshalb mit Dir vereinen in der Anbetung,
Vollkommene Mutter, unsere bitteren Tränen mit Deinen vereinen, dann unsere
Freude über die Erlösung mit Dir teilen.“
Kinder,
gemeinsam tun wir alles, um Jesus immer Freude und nie einen Hauch von
Bitterkeit bereiten. Ich liebe euch alle.
Ich
liebe dich, Mein Engel.
Hl. Jungfrau
Maria